Fuchsjagd an der Grundschule am Wiesenhügel in Erfurt

  • Kinder Stammgruppe (Klasse) Meerschweinchen lernen, den Amateurfunk kennen und jagen eifrig 80 m Füchse
   
Kinder funken im Wald. So lautete die Überschrift der Thüringer Allgemeine auf Seite 7 vom 14.09.2016. Aber erst mal zurück zum Anfang. Es ist nicht mehr erkennbar, wann es genau angefangen hat, aber es muss Anfang des Jahres gewesen sein, als Fynn, der Sohn von Stefan DL4FNM und seine Lehrerin zum Leistungsgespräch geladen waren.

Zeitsprung!

Doch beim Schreiben dieses Textes fiel auf, dass es sogar noch früher angefangen hat. DL4FNM,. DO9FNM und DN4FH, DL3AZI, DC1SK sind "Sonden Jäger", sie verfolgen und peilen die Wettersonden des Deutschen Wetterdienst. Fynn erzählte in der Schule über sein Sammelsurium und erstaunlicher Weise, war die Klassenlehrerin, Frau Henkel, sehr interessiert. So fing eigentlich alles an.

Zeitsprung Ende!

 
Wie Eltern Lehrer Gespräche verlaufen, weiß eigentlich jeder der Kinder in der Schule hat. Nach dem der offizielle Teil nun zu Ende war, kamen wir auf den Tag zurück, als Fynn über seine Wettersonden gesprochen hatte. DL4FNM erklärte der Klassenlehrerin Frau Henkel, dass er und seine Frau Sabine lizenzierte Hobbyfunker seien und dieses in der Freizeit sehr stark ausüben. Auch hier zeigte sich Frau Henkel sehr interessiert. Sie hatte die Idee, eine solche Wettersonde zu verfolgen und auch anzupeilen, mit der gesamten Klasse. Wir mussten Sie dahingehend enttäuschen, da man nie weiß, wann wo eine Sonde landet und wie man dann auch dort hinkommt und wir recht kurzfristig mobil werden müssten und so was mit einer 22-köpfigen Klasse nicht möglich sei.
 
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Um dieses Ereignis nicht ewig in die Länge zu ziehen, sei kurz erklärt, dass es nicht mal 1 Tag gedauert hat, bis ein Kontakt mit dem ehemaligen Thüringenreferent DL1OHS Peter aus Erfurt, zustande kam. Das anschließende Telefonat dauerte dann auch etwa 3 h um die Idee und die Fragen zu besprechen. Nach dem Auflegen stand ein Konzept auf dem Papier.. Nach ein Paar Rückfragen an die Schule waren auch die letzten Details geklärt und das Datum sowie die Art und Weise der Umsetzung.

 
Erneuter Zeitsprung

Dienstag der 13.09.2016

Nun ist es so weit, das Projekt kann beginnen. Es ist früh um 5 und OM Bernd DL3AZI steht bereits vor der Tür bei OM Stefan DL4FNM, um ihn abzuholen. -Eine Kurze fahrt - und schon geht´s auch los. Die Füchse müssen im Waldgebiet am Wiesenhügel versteckt und eingeschaltet werden. An jeden Fuchs wurde ein kleines Tütchen mit Gummibärchen und Schoko Bons, mit Namen versehen, dazu gelegt. Es gilt das Ziel zu erreichen, wo ein Picknick stattfinden soll.
 
Nach dem Verstecken der Sender ging es auch schon los. Durch OM Peter DL1OHS, gab es eine Einweisung in das Amateurfunkpeilen. Es wurden 4 Gruppen gebildet, die zeitversetzt, loslaufen sollten und den Weg zum Ziel finden mussten. Es stellte sich recht schnell heraus, dass es für die Kids keine große Schwierigkeit war, einem piependen Signal zu folgen. Auch mit der Hilfsantenne konnte einige recht gut umgehen und so den Standort der Füchse genau bestimmen.
 
Auch Laura ein Kind aus der Klasse hat großen Gefallen daran gefunden und würde das gerne als Hobby machen. Damit ihren Wunsch entsprechen kann, liefen schon Gespräche mit DL1OHS, welcher wieder eine wettkampffähige Truppe zusammenstellen will, um an den Funkpeilwettbewerben teilnehmen zu können. Nachdem alle das Ziel erreicht haben gab es auch eine Siegerehrung mit Urkunden und einem stärkenden Picknick.
 
Im Anschluss an die erfolgreiche Fuchsjagd bauten wir auf dem Schulhof noch unser mobiles "Shack" auf mit 2 m, 70 cm und Kurzwellenantennen. Ebenso ein Tongenerator die Morsetaste. Auch dieses Angebot wurde rege in Anspruch genommen und die Mädels, probierten sich am Sprechfunk, die Jungs an der Morsetaste

Um 17 Uhr wurde der Tag beendet. Erschöpft aber mit 2 lachenden Augen gingen die Funkamateure des X06 nach Hause. Auch die Nacharbeit wurde noch erledigt und so erstellte die Klassenlehrerin im Anschluss noch einen Text für einen Zeitungsartikel, der Zeitung " Thüringer Allgemeine und dem "Menchendorf Journal". Zeitgleich wurde die Redaktion der DARC Fachzeitschrift( Artikel erscheint beim Klicken auf die blaue Schrift )informiert und auch die Redaktion vom Thüringen-Rundspruch, welche alle 4 über diese Aktion berichteten. Auch eine Rückfrage an die Direktorin, Frau Wenig, kam ein positives Feedback und somit haben wir unser Ziel erreicht und freuen uns, auch was Gutes in der Kinder und Jugendarbeit, getan zu haben.
 
>>>>>> Die Bilder in der Bildergalerie beschreibt all dass, was hier nicht in Worte gefasst werden. <<<<<<<
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